
Laufband Vergleich: Welches Fitnessgerät passt zu deinem Ziel?
Laufband, Walking Pad, Crosstrainer oder Joggen? Unsere Vergleiche mit MET-Werten und Entscheidungstabelle zeigen, welches Gerät zu deinem Ziel passt.

Vergleiche
Gehen am Schreibtisch oder Joggen zuhause: So findest du heraus, welches Gerät zu dir passt.
Kurz beantwortet
Ein Walking Pad passt, wenn du vor allem gehen willst, etwa am Schreibtisch, und wenig Platz hast. Ein klassisches Laufband brauchst du, wenn du joggen oder Steigung nutzen willst. Ein 2-in-1-Gerät verbindet beides, ist aber ein Kompromiss. Bei den drei von Stiftung Warentest untersuchten Walking Pads war bei 6 km/h Schluss.
Walking Pad oder Laufband – wer ein Gerät für zuhause oder das Büro sucht, steht schnell vor dieser Frage. Beide Geräte bewegen ein Band unter deinen Füßen, doch sie sind für unterschiedliche Aufgaben gebaut. Wir vergleichen Tempo, Lauffläche, Platzbedarf, Büro-Tauglichkeit, Lautstärke und Belastbarkeit und nehmen das 2-in-1-Gerät als dritte Möglichkeit dazu. Wir haben die Geräte nicht selbst ausprobiert, sondern werten Datenblätter, Studien und die Untersuchung von Stiftung Warentest aus.
Wenn du schon weißt, dass es ein Gerät zum Gehen werden soll, schau auf unsere Seite Walking Pad. Für das Laufen mit Platzsparfunktion lies klappbare Laufbänder. Und wer im Homeoffice geht, findet Tipps unter Schreibtisch-Laufband.
Kurz zusammengefasst
Ein Walking Pad ist ein flaches Gerät zum Gehen, klappbar und platzsparend, mit begrenztem Tempo: Bei den drei von Stiftung Warentest untersuchten Modellen waren es 6 km/h. Ein klassisches Laufband hat Handlauf, Konsole und Reserven für Joggen und Steigung, braucht aber mehr Platz. Ein 2-in-1-Gerät lässt sich als Walking Pad und als Laufband nutzen. Wer nur gehen will, nimmt ein Walking Pad, wer laufen will, ein Laufband.
Ein Walking Pad ist ein schmales, flaches Laufband zum Gehen, meist ohne Handlauf und zum Wegschieben oder Wegklappen. Ein klassisches Laufband ist für Gehen und Joggen gebaut und hat meist Handlauf, Konsole und mehr Reserven bei Tempo und Lauffläche.
Die Norm DIN EN 957-6 legt Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Laufbänder fest. Ob ein bestimmtes Walking Pad danach geprüft ist, steht nicht automatisch fest: Schau in die Herstellerangaben und frage nach einer Prüfung, wenn sie nicht genannt wird.
Walking Pads sind für Gehtempo gedacht. Bei den drei Walking Pads, die Stiftung Warentest untersucht hat, lag die Höchstgeschwindigkeit bei 6 km/h. Das reicht für zügiges Gehen, aber nicht zum Joggen.
Wie viel Energie du beim Gehen verbrauchst, zeigt das Compendium of Physical Activities. Für Gehen auf dem Laufband gibt es dort diese Werte: 2,0 bis 2,4 mph (etwa 3,2 bis 3,9 km/h) entsprechen 3,0 MET, 2,5 bis 2,9 mph (etwa 4,0 bis 4,7 km/h) 3,5 MET, 3,0 bis 3,4 mph (etwa 4,8 bis 5,5 km/h) 3,8 MET und 3,5 bis 3,9 mph (etwa 5,6 bis 6,3 km/h) 4,8 MET. Ein MET entspricht dem Verbrauch in Ruhe. Bei 6 km/h kommst du also auf knapp das Fünffache des Ruheumsatzes. Laufen mit 5,0 bis 5,2 mph (etwa 8,0 bis 8,4 km/h) liegt laut Compendium bei 8,5 MET. Wer diese Intensität erreichen will, braucht ein Gerät, das schneller läuft als 6 km/h.
Klassische Laufbänder für Läufer bieten je nach Modell deutlich höhere Geschwindigkeiten. Die genaue Höchstgeschwindigkeit steht im Datenblatt. Wenn du joggen willst, ist sie ein Auswahlkriterium, ebenso wie die Länge der Lauffläche. Hintergründe zum Training findest du im Ratgeber Laufband-Training.
Die Lauffläche entscheidet, wie sicher du gehst oder läufst. Je schneller dein Tempo, desto länger sollte die Fläche sein. Ein kurzes Band zwingt dich zu kleinen Schritten.
Stiftung Warentest berichtet, dass eines der untersuchten Walking Pads so kurz war, dass es womöglich selbst für zügiges Gehen nicht ausreicht. Das Beispiel zeigt, warum du Länge und Breite der Lauffläche im Datenblatt prüfen solltest. Wir nennen hier bewusst keine Standardmaße, weil sie von Modell zu Modell stark schwanken.
Die Belastbarkeit ist das zulässige Nutzergewicht, das der Hersteller angibt. Achte darauf, dass sie über deinem Gewicht liegt, und zwar mit Reserve. Für schwerere Nutzer sind klassische Laufbänder oft besser geeignet. Eine Übersicht dazu bietet Laufband bis 150 kg.
Praxis-Tipp
Vergleiche die Länge der Lauffläche im Datenblatt mit deiner eigenen Schrittlänge: Geh zehn normale Schritte, miss die Strecke und teile sie durch zehn. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie viel Platz du pro Schritt brauchst. Bei höherem Tempo werden die Schritte länger.
Ein Walking Pad ist flach und lässt sich meist unter Sofa oder Bett schieben oder hochkant an die Wand stellen. Ein klassisches Laufband braucht mehr Platz, auch wenn es sich klappen lässt.
Zwei Maße sind wichtig: die Höhe im Betrieb und die Höhe im verstauten Zustand. Beim Walking Pad ist die Betriebshöhe niedrig, weil kein Handlauf nötig ist. Das erleichtert die Nutzung unter einem Stehschreibtisch. Bei klassischen Laufbändern steigt die Höhe mit Motorabdeckung und Handlauf. Beim Klappen werden die Geräte kompakter, nehmen aber oft mehr Platz ein als ein Walking Pad. Konkrete Maße findest du im Datenblatt, wir nennen sie je Modell auf den Produktseiten.
Wenn Platz knapp ist, lohnt der Blick in unsere Übersicht klappbare Laufbänder und in die Rubrik Mini-Laufband.
Ja, in den meisten Fällen. Am Schreibtisch gehst du langsam, und genau dafür sind Walking Pads gebaut. Klassische Laufbänder sind für das Büro zu groß und zu hoch.
Eine Übersichtsarbeit zu aktiven Arbeitsplätzen von Tudor-Locke und Kollegen fasst die Lage so zusammen: Sitzen auf einem Gymnastikball oder Stehen am Schreibtisch liegt mit etwa 1,2 kcal pro Minute nah am Sitzen. Laufband- und Pedalschreibtische bringen dagegen etwa 2 bis 4 kcal pro Minute. Die Autoren schreiben, dass Tippen beim Gehen in den Studien uneinheitlich beeinträchtigt wurde und dass feine Mausarbeit stärker leiden könnte. Wer viel zeichnet oder präzise klickt, sollte das ausprobieren.
Für das Büro zählen drei Dinge: ein niedriges Tempo, ein leises Geräusch und eine Bedienung, die dich nicht stört. Details zur Schreibtisch-Nutzung findest du in unserer Rubrik Schreibtisch-Laufband. Ideen für das Arbeiten im Gehen sammeln wir im Magazin Home-Office.
Hier gibt es keinen eindeutigen Sieger. Die Lautstärke hängt vom Motor, der Verarbeitung und deinem Tempo ab.
Beim Gehen ist der Aufprall kleiner als beim Laufen, deshalb sind Walking Pads in Mehrfamilienhäusern oft unauffälliger. Bei Tempo, das nahe an der Höchstgeschwindigkeit liegt, arbeitet ein Motor stärker und wird hörbarer. Wir schreiben dB-Angaben immer als „laut Hersteller“, denn Messbedingungen unterscheiden sich. Eine Laufbandmatte dämpft Trittschall. Eine Übersicht über leise Modelle liefert leise Laufbänder.
Sicherheit ist bei Walking Pads ein echtes Thema. Stiftung Warentest berichtet von grundsätzlichen Sicherheitsproblemen bei den untersuchten Walking Pads und stellt fest, dass die beiden besten Walking Pads nur die Note „befriedigend“ erreichten.
Das Ergebnis betrifft die drei untersuchten Modelle, nicht den gesamten Markt. Es zeigt aber, dass du die Sicherheitsangaben im Datenblatt ernst nehmen solltest. Die Details der Bewertung stehen in der kostenpflichtigen Auswertung von Stiftung Warentest, deshalb geben wir sie hier nicht wieder.
Wichtiger Hinweis
Walking Pads haben oft keinen Handlauf. Wenn du unsicher auf den Beinen bist, wähle ein Gerät mit Handlauf. Starte langsam, steig nur bei stehendem Band auf und verwende einen Sicherheitsclip oder eine Notstopp-Funktion, wenn das Gerät sie bietet. Wer Vorerkrankungen hat, spricht vor dem Training mit der Ärztin oder dem Arzt.
Der Markt ist preiswert: Von 221 Laufbändern und Walking Pads, die wir auf Amazon.de ausgewertet haben, kosteten 79 % weniger als 300 Euro. Der Median lag bei etwa 160 bis 220 Euro, und nur 24 Modelle lagen über 500 Euro (Quelle: eigene Auswertung laufband-ratgeber.de).
Diese Zahlen gelten für beide Gerätearten zusammen. Eine getrennte Auswertung nach Walking Pad und klassischem Laufband veröffentlichen wir hier nicht. Wenn dich der Preis besonders interessiert, schau auf unsere Seite günstige Laufbänder. Mehr zur Methodik erklärt die Seite So vergleichen wir.
| Kriterium | Walking Pad | Klassisches Laufband | 2-in-1-Gerät |
|---|---|---|---|
| Einsatz | Gehen im Alltag und Büro | Gehen, Joggen, Training | Gehen und Laufen, je nach Umbau |
| Tempo | Bei drei untersuchten Modellen bis 6 km/h | Je nach Modell, höher | Gehmodus begrenzt, Lauf-Modus höher |
| Lauffläche | Oft kurz, im Datenblatt prüfen | Meist länger und breiter | Je nach Modell |
| Handlauf | Meist nein | Ja | Im Lauf-Modus ja |
| Steigung | Selten | Bei vielen Modellen | Je nach Modell |
| Platz und Verstauen | Flach, unter Möbel schiebbar | Größer, teils klappbar | Zwischen beiden |
| Büro-Tauglichkeit | Hoch | Gering | Mittel |
| Belastbarkeit | Modellabhängig | Oft höher, modellabhängig | Modellabhängig |
| Preislage | Markt gesamt: 79 % unter 300 Euro, Median etwa 160 bis 220 Euro | ||
Die Tabelle zeigt Tendenzen. Maßgeblich sind immer die Angaben im Datenblatt des Modells.
Als Beispiel für die Bauart Walking Pad zeigen wir ein Modell aus unserer Datenbank. Die Angaben stammen vom Hersteller bzw. aus den Amazon-Produktangaben.
Unsere Einschätzung
Die Frage ist weniger „Walking Pad oder Laufband?“ als „Gehen oder Laufen?“. Wer vor allem gehen will, zum Beispiel am Schreibtisch, braucht kein großes Laufband. Das Compendium zeigt, wie viel Gehen bringt: Bei 5,6 bis 6,3 km/h sind es 4,8 MET, also knapp das Fünffache des Ruheumsatzes. Dafür genügt ein Walking Pad. Wer joggen will, kommt um ein klassisches Laufband nicht herum, denn bei 6 km/h ist Schluss, und Laufen führt das Compendium ab etwa 8 km/h mit 8,5 MET. Das 2-in-1-Gerät sehen wir als Kompromiss: Es kann beides, ist aber nicht in beidem das beste Gerät. Ein Punkt, den Preislisten verdecken: Die Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt, dass Walking Pads nicht pauschal sicher sind. Prüfe daher die Angaben zu Lauffläche, Belastbarkeit und Sicherheit sorgfältiger als den Preis.
Weitere Vergleiche findest du im Hub Vergleiche. Auch interessant: Wenn du wissen willst, ob sich ein Gerät mit oder ohne Motor eignet, lies Laufband mit oder ohne Motor.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Walking Pad ist ein flaches, meist klappbares Gerät zum Gehen, oft ohne Handlauf. Ein klassisches Laufband hat Handlauf, Konsole und mehr Tempo-Reserve für Joggen, oft auch eine Steigung. Der Hauptunterschied liegt im Einsatzzweck: Gehen im Alltag oder richtiges Lauftraining.
In der Regel nicht. Bei den drei von Stiftung Warentest untersuchten Walking Pads lag die Höchstgeschwindigkeit bei 6 km/h. Das Compendium führt Laufen ab etwa 8 km/h (5 mph) mit 8,5 MET. Wer laufen will, sollte ein klassisches Laufband oder ein 2-in-1-Gerät mit höherem Tempo wählen.
Ja, wenn du am Schreibtisch gehen willst. Ein Überblick über Arbeitsplatz-Alternativen zeigt, dass Gehen am Laufbandschreibtisch etwa 2 bis 4 kcal pro Minute verbraucht, Sitzen dagegen etwa 1,2 kcal pro Minute. Bei der Arbeit gehst du allerdings langsam. Ob Tippen und Mausarbeit leiden, ist individuell.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Beim Gehen ist der Aufprall geringer als beim Laufen, deshalb wirken Walking Pads im Büro oft unauffälliger. Entscheidend sind Motor, Verarbeitung und dein Tempo. Vergleiche die dB-Angabe laut Hersteller.
Wir haben 221 Laufbänder und Walking Pads auf Amazon.de ausgewertet: 79 % kosteten weniger als 300 Euro, der Median lag bei etwa 160 bis 220 Euro, nur 24 Modelle lagen über 500 Euro. Eine Auswertung nur für Walking Pads weisen wir nicht aus.
* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mehr dazu im Werbehinweis.