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Kalorienrechner Laufband: So berechnest du deinen Kalorienverbrauch

Wie der Rechner arbeitet, mit welchen Werten er rechnet und wie genau das Ergebnis sein kann.

Redaktion laufband-ratgeber.de · aktualisiert am 13.10.2026

Kurz beantwortet

Der Kalorienrechner schätzt den Verbrauch auf dem Laufband mit der Formel MET × Körpergewicht in kg × Dauer in Stunden. Die MET-Werte für Gehen und Laufen stammen aus dem Compendium of Physical Activities, bei Steigung kommt die ACSM-Gehgleichung zum Einsatz. Beispiel: 75 kg bei 5 km/h in 60 Minuten ergibt rund 285 kcal. Das Ergebnis ist ein Richtwert.

–kcal in dieser Einheit
–kcal pro Stunde
–MET (Intensität)

Berechnung nach den ACSM-Gleichungen für Gehen (bis 6,4 km/h) bzw. Laufen; Schätzwert für gesunde Erwachsene, ohne Festhalten am Handlauf. Individuelle Werte können deutlich abweichen.

Dieser Laufband Kalorien Rechner schätzt, wie viele Kilokalorien du beim Gehen oder Laufen auf dem Laufband verbrauchst. Auf dieser Seite erklären wir unter dem Rechner, wie der Kalorienrechner für das Laufband (auch Laufband kcal Rechner genannt) rechnet, warum das Ergebnis nur ein Richtwert sein kann und wie du die Zahl selbst nachrechnest.

Kurz zusammengefasst

Der Rechner nutzt die Formel Kalorien = MET × Körpergewicht in kg × Dauer in Stunden. Die MET-Werte für Gehen und Laufen stammen aus dem Compendium of Physical Activities. Bei Steigung rechnen wir die Gehgleichung des American College of Sports Medicine (ACSM) ein. Ein Beispiel: 75 kg bei 5 km/h ergeben in 60 Minuten rund 285 kcal. Wegen unterschiedlicher Körper, Gangarten und Geräte liegt das Ergebnis immer nur in der Nähe des wahren Werts.

Welche Formel steckt hinter dem Kalorienrechner?

Die Grundformel lautet: Kalorien (kcal) = MET × Körpergewicht (kg) × Dauer (h). MET steht für „metabolic equivalent of task“, auf Deutsch metabolisches Äquivalent. Ein MET entspricht dem Energieumsatz in Ruhe, das sind 3,5 Milliliter Sauerstoff pro Kilogramm Körpergewicht und Minute. Nach der Umrechnungstabelle des Compendium gilt dabei ungefähr 1 MET = 1 kcal pro Kilogramm und Stunde.

Ein MET-Wert von 3,8 heißt also: Die Aktivität verbraucht das 3,8-Fache dessen, was dein Körper in Ruhe braucht. Der Wert hängt vom Tempo ab. Das Compendium of Physical Activities ist eine anerkannte Sammlung solcher Werte für viele Aktivitäten und wird regelmäßig überarbeitet.

MET-Werte für Gehen und Laufen

Die folgende Tabelle zeigt Werte aus dem Compendium für ebene, feste Strecken. Wir haben die Geschwindigkeiten von Meilen pro Stunde (mph) in km/h umgerechnet.

AktivitätTempoMET
Gehenrund 4 km/h (2,5 mph)3,0
Gehen, mittleres Tempo4,5 bis 5,5 km/h (2,8 bis 3,4 mph)3,8
Gehen, zügig5,6 bis 6,3 km/h (3,5 bis 3,9 mph)4,8
Gehen, sehr zügig6,4 bis 7,1 km/h (4,0 bis 4,4 mph)5,5
Laufen8,0 bis 8,4 km/h (5,0 bis 5,2 mph)8,5
Laufen8,9 bis 9,3 km/h (5,5 bis 5,8 mph)9,0
Laufen9,7 bis 10,1 km/h (6,0 bis 6,3 mph)9,3

Liegt dein Tempo zwischen zwei Bereichen, wähle bei der Handrechnung den nächstliegenden Eintrag. Für Tempi außerhalb der Tabelle gibt es im Compendium weitere Zeilen, zum Beispiel für schnelleres Laufen.

Wie wird die Steigung berücksichtigt?

Steigung erhöht den Energiebedarf spürbar, weil du dein Körpergewicht bei jedem Schritt ein Stück anhebst. Für das Gehen mit Steigung nutzen wir die Gehgleichung des American College of Sports Medicine (ACSM). Sie berechnet den Sauerstoffverbrauch in Millilitern pro Kilogramm und Minute:

VO₂ = 0,1 × Tempo + 1,8 × Tempo × Steigung + 3,5

Das Tempo steht dabei in Metern pro Minute, die Steigung als Anteil (5 Prozent entsprechen 0,05). Die Konstante 0,1 steht für die Kosten der Vorwärtsbewegung, 1,8 für das Anheben des Körpers gegen die Schwerkraft und 3,5 für den Ruheumsatz. Nach der Angabe des Compendium gilt die Gleichung für Gehtempi von 1,9 bis 3,7 mph, also etwa 3,1 bis 6,0 km/h. Für Laufen gibt es eine eigene Gleichung mit anderen Konstanten (0,2 und 0,9). Anschließend teilst du das Ergebnis durch 3,5, um MET zu erhalten, und rechnest wie oben weiter.

Rechenbeispiele

Beispiel 1: Gehen ohne Steigung

Eine Person mit 75 kg geht 60 Minuten mit 5 km/h. Laut Tabelle gilt ein MET-Wert von 3,8. Die Rechnung: 3,8 × 75 kg × 1 h = 285 kcal. In 30 Minuten wären es 3,8 × 75 × 0,5 = 142,5 kcal.

Beispiel 2: Gehen mit 5 Prozent Steigung

Dieselbe Person geht mit 5 km/h und 5 Prozent Steigung. 5 km/h entsprechen etwa 83,3 Metern pro Minute. Die ACSM-Gleichung ergibt: 0,1 × 83,3 + 1,8 × 83,3 × 0,05 + 3,5 = 8,33 + 7,50 + 3,50 = 19,33 ml pro kg und Minute. Geteilt durch 3,5 sind das 5,52 MET. Dann gilt: 5,52 × 75 kg × 1 h = rund 414 kcal.

Zum Vergleich: Ohne Steigung ergibt dieselbe Gleichung 11,83 ml pro kg und Minute, also 3,38 MET und rund 254 kcal. Die Steigung erhöht den Verbrauch hier um etwa 63 Prozent. Beachte außerdem, dass die ACSM-Gleichung für das ebene Gehen 254 statt 285 kcal ergibt. Zwei anerkannte Methoden weichen also schon im einfachsten Fall um rund 11 Prozent voneinander ab. Das zeigt gut, wie ungenau jede Schätzung bleibt.

Beispiel 3: Laufen

Eine Person mit 90 kg läuft 30 Minuten mit 9 km/h. Der MET-Wert liegt bei 9,0. Die Rechnung: 9,0 × 90 kg × 0,5 h = 405 kcal.

Kalorienverbrauch pro Stunde im Überblick

Die folgende Tabelle gibt den Verbrauch für eine Stunde ohne Steigung an, jeweils nach der Formel MET × kg × 1 h und gerundet.

TempoMET60 kg75 kg90 kg
Gehen, rund 4 km/h3,0180 kcal225 kcal270 kcal
Gehen, 5 km/h3,8228 kcal285 kcal342 kcal
Gehen, 6 km/h4,8288 kcal360 kcal432 kcal
Laufen, 8,0 bis 8,4 km/h8,5510 kcal638 kcal765 kcal
Laufen, 9 km/h9,0540 kcal675 kcal810 kcal
Laufen, 10 km/h9,3558 kcal698 kcal837 kcal

Praxis-Tipp

Wenn dich nur der Mehrverbrauch durch das Training interessiert, ziehe den Ruheumsatz ab: Er beträgt 1 MET, also etwa 1 kcal pro kg und Stunde. Im Beispiel 1 sind das 285 kcal minus 75 kcal, also rund 210 kcal zusätzlich. Diese Zahl ist die ehrlichere Basis, wenn du Training und Essen gegeneinander aufrechnest.

Wie genau ist das Ergebnis?

Ehrlich gesagt: nicht sehr. Der Rechner liefert eine Schätzung für eine durchschnittliche Person. Mehrere Faktoren bringen Abweichungen:

  • MET-Werte sind Richtwerte. Sie beschreiben typische Erwachsene bei einem bestimmten Tempo. Fitness, Gangart, Schrittlänge, Körperzusammensetzung und Alter verändern den echten Verbrauch.
  • Festhalten verfälscht. Wer sich an den Handläufen abstützt, verbraucht in der Regel weniger Energie als in der Rechnung.
  • Das Band ist kein Gehweg. Die Werte des Compendium beziehen sich auf feste, ebene Strecken. Laufbänder unterscheiden sich in Dämpfung und Bandreibung. Das Compendium führt gebogene (curved) Laufbänder mit eigenen Werten getrennt auf.
  • Zwei Methoden, zwei Ergebnisse. Wie das Beispiel zeigt, weicht die ACSM-Gleichung bei ebener Strecke von den Tabellenwerten ab. Das Compendium nennt außerdem eine zweite Umrechnung über den Sauerstoffverbrauch, die rund 5 Prozent höhere Werte liefert.
  • Steigung nur für Gehen. Die Gehgleichung gilt für Tempi bis etwa 6 km/h. Bei höherem Tempo und Steigung ist die Schätzung unsicherer.

Die Anzeige an deinem Laufband ist keine Alternative. Hersteller nutzen eigene Formeln, die oft nicht offengelegt sind. Wir haben die Anzeigen nicht geprüft und können sie deshalb nicht einordnen. Genauer wird es nur mit Messungen wie einer Spiroergometrie bei einer Sportmedizinerin oder einem Sportmediziner.

Wichtiger Hinweis

Der Kalorienrechner ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Verwende die Ergebnisse nicht für strenge Diäten oder dazu, Essen „abzutrainieren“. Wenn du Vorerkrankungen hast oder abnehmen möchtest, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche.

Weiterlesen

Wie sich der Verbrauch im Alltag auswirkt, erklären wir im Ratgeber Laufband Kalorienverbrauch. Wenn du das Laufband zum Abnehmen nutzen möchtest, findest du realistische Erwartungen und Trainingspläne im Ratgeber Abnehmen mit dem Laufband. Ein passendes Gerät findest du mit dem Laufband-Finder. Wer Steigung nutzen möchte, wird in der Bestenliste Laufband mit Steigung fündig, und wer es unauffällig im Alltag nutzen will, in der Liste zum Walking Pad.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grundformel: Kalorien = MET × Körpergewicht in kg × Dauer in Stunden.
  • Beispiel: 75 kg bei 5 km/h (3,8 MET) verbrauchen in 60 Minuten rund 285 kcal, bei 9 km/h (9,0 MET) in 30 Minuten rund 338 kcal.
  • Steigung von 5 Prozent steigert den Verbrauch beim Gehen mit 5 km/h nach der ACSM-Gleichung um etwa 63 Prozent (von rund 254 auf rund 414 kcal).
  • Die ACSM-Gehgleichung gilt laut Compendium für Tempi von etwa 3,1 bis 6,0 km/h.
  • Zwei anerkannte Methoden weichen im Beispiel um rund 11 Prozent voneinander ab; das Ergebnis bleibt ein Richtwert.
  • Der Mehrverbrauch durch das Training liegt um den Ruheumsatz (etwa 1 kcal pro kg und Stunde) niedriger.

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien verbrenne ich in 30 Minuten auf dem Laufband?

Das hängt von Gewicht und Tempo ab. Bei 75 kg und 5 km/h sind es nach der MET-Formel rund 143 kcal (3,8 × 75 kg × 0,5 h), bei 9 km/h rund 338 kcal (9,0 × 75 kg × 0,5 h). Die Zahlen sind Richtwerte.

Wie berechne ich den Kalorienverbrauch auf dem Laufband selbst?

Multipliziere den MET-Wert deiner Aktivität mit deinem Körpergewicht in Kilogramm und mit der Dauer in Stunden. Den MET-Wert für dein Tempo findest du in der Tabelle des Compendium of Physical Activities. Das Ergebnis sind Kilokalorien (kcal).

Verbrenne ich mit Steigung mehr Kalorien?

Ja. Nach der ACSM-Gehgleichung steigt der Sauerstoffbedarf bei 5 km/h von etwa 11,8 auf 19,3 ml pro kg und Minute, wenn du von 0 auf 5 Prozent Steigung gehst. Das sind rund 63 Prozent mehr. Der Verbrauch hängt aber auch von Haltung und Festhalten ab.

Warum zeigt mein Laufband andere Kalorien an?

Jeder Hersteller nutzt eigene Formeln, die oft nicht offengelegt sind. Manche rechnen Ruheumsatz mit, andere nicht, und die meisten kennen weder deine Fitness noch dein Gehverhalten. Betrachte Displaywerte wie unsere Zahlen als grobe Orientierung.

Quellen

Redaktion laufband-ratgeber.de

Wir werten Herstellerdatenblätter, Amazon-Produktdaten, unabhängige Tests und Studien aus und ordnen sie für dich ein. Eigene Praxistests behaupten wir nicht. So vergleichen wir · Redaktionsrichtlinien

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